Baufachliche Prüfungen

Die B.B.S.M. führt im Land Brandenburg baufachliche Prüfungen, vor allem im Bereich der Städtebauförderung und der sozialen Wohnraumförderung, durch. Die lang­jährigen Erfahrungen wurden durch die Prüfung von Vorhaben mit EU-Förderung sowie Programmen der energetischen Sanierung bereichert.

Die Städtebauförderung konzentriert sich im Wesentlichen auf festgelegte Fördergebietskulissen:

Sanierungsgebiete und Untersuchungsbereiche in innerörtlichen, meist zentralen Lagen, Stadtumbaugebiete sowie Wohnquartiere des komplexen Wohnungs­baus, in denen die Folgen des demografischen und wirtschaft­lichen Strukturwandels besonders deutlich werden.

Gefördert werden die Instandsetzung und Modernisierung von Gebäuden, die Erneuerung von Straßen, Wegen, Plätzen, Grünflächen, Spielplätzen und privaten Freiflächen, die Durchführung von Ordnungsmaßnahmen und Gebäudeabrissen sowie städtebauliche Planungen, Öffentlichkeitsarbeit und Kosten für Sanierungsträger und Beauftragte. Die B.B.S.M. ist mit der baufachlichen Prüfung an den Verfahren der Förderung von baulichen Maßnahmen maßgeblich beteiligt.

Aufgaben der B.B.S.M. sind insbesondere:

  • die Plausibilitätsprüfung von Förderanträgen
  • die Baukontrolle für die geprüften Bauvorhaben
  • die Schlussrechnungsprüfung nach Fertigstellung der Bauvorhaben
  • die Beratung und Koordination im Zusammenhang mit den Förderprogrammen

Im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung begleitet die B.B.S.M. die Instandsetzung und Modernisierung sowie den Neubau von Mietwohnungen. Schwerpunkte der Förderprogramme liegen in den Stadtumbaustädten, den Regionalen Wachstumskernen und den Ober- und Mittelzentren. Gefördert werden innerstädtische Wohnungsbestände, Werkssiedlungen und Siedlungen der 1920er, 1930er und 1950er Jahre sowie nachhaltig gesicherte Bestände in Neubaugebieten. Die B.B.S.M. verfolgt das Ziel, erhaltenswerte Gebäudebestände durch bauliche, gestalterische und technische Maßnahmen aufzu­werten und für die Wohnungsversorgung wichtige Gebäudebestände den Erfordernissen eines sich deutlich verändernden Wohnungsmarktes anzupassen. Dort wo es zufriedenstellende Lösungen im Bestand nicht gibt, setzt sich die B.B.S.M. für die Schaffung nachhaltiger Neubebauung ein.

Die Einsparung von Heizenergie und die Reduzierung der Umweltbelastung durch verringerten CO2-Ausstoß sind fester Bestandteil und Voraussetzung bei der Förderung von baulichen Maßnahmen in allen Förderbereichen und wesentlicher Inhalt der Tätigkeit der B.B.S.M.

Der Einsatz von öffentlichen Mitteln ist häufig Gegenstand kontroverser Betrachtungen in der Öffent­lichkeit. Ziel der B.B.S.M. ist es, die Verwendung der Fördermittel mit der gleichen kritischen Sorgfalt zu begleiten, die Bauherren aufwenden, wenn sie mit ihren eigenen Finanzierungsmitteln bauen. Nach vielen Jahren der Erfahrung im Land Brandenburg ist die Bilanz positiv. Das Qualitätsbewusstsein der Beteiligten wurde gestärkt, die Verschwendung von Fördermitteln ver­hindert, eine hohe Effizienz der Programme gesichert und die vom Land Brandenburg bereitgestellten Mittel wurden unter Einhaltung der Rahmen­bedingungen termingerecht umgesetzt.