Die Städtebauförderung ist bereits seit 1971 das wichtigste Förderprogramm, um städtebauliche Missstände in Quartieren abzubauen und Städte bei der Zukunftssicherung zu unterstützen. Dabei entwickelt die Städtebauförderung hohe Anstoßwirkungen für private wie auch öffentliche Folgeinvestitionen. Das Städtebauförderungsprogramm Wachstum und nachhaltige Erneuerung legt besondere Schwerpunkte auf Bestandsquartiere mit Wohnfunktion sowie die Entwicklung neuer Quartiere auf vormaligen Gewerbebrachen oder innenstadtnahen Konversionsflächen. Im Fokus der Städtebauförderung stehen in der Regel Quartiere in strukturschwachen Räumen, in wohnungswirtschaftlich eher schwierigeren Marktumfeldern oder Quartiere mit sonstigen Entwicklungshemmnissen. Mit der Städtebauförderung sollen die Entwicklungsbedingungen in diesen Quartieren verbessert werden, um so Impulse für private Folgeinvestitionen zu geben. Derzeit scheint es jedoch so, dass Investoren auch bereits geplante Vorhaben zurückstellen, in geringerem Umfang oder gar nicht realisieren.

Die Wirkungen der Städtebauförderung bleiben jedoch begrenzt, wenn es nicht gelingt, privates Kapital in ausreichender Höhe zu aktivieren. Steigende Baukosten, ein im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren höheres Zinsniveau, hohe baurechtliche Anforderungen etc. erschweren Investitionen im Neubau wie auch im Bestand. Der Expertenworkshop möchte sich daher den Wirkzusammenhängen zwischen den rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen für die Aktivierung privaten Kapitals und dessen Einsatz in Fördergebieten der Städtebauförderung widmen.

Folgende Fragestellungen stehen im Zentrum des Expertenworkshops:

  • Wie ist die Investitionsbereitschaft privater Investoren im Immobilienmarkt? Welche Hemmnisse sind aktuell zu verzeichnen?
  • Welches sind investitionswillige Investoren und wie werden diese erreicht?
  • Inwieweit erschweren oder erleichtern rechtliche, finanzielle, steuerliche oder kommunale Rahmenbedingungen die Investitionsentscheidungen?
  • Wie und in welchen Aufgabenfeldern kann die Städtebauförderung die höchsten Anreizwirkungen für die Aktivierung privaten Kapitals entfalten?

Zum Beginn des Expertenworkshops wird durch zwei Beispiele ein kurzer Einblick in Fördergebiete im Programm Wachstum und nachhaltige Erneuerung gegeben, um die Herausforderungen aufzuzeigen. In den weiteren Diskussionsrunden werden dann die Perspektiven von Immobilienökonomen und der Immobilien- sowie Finanzwirtschaft eingebunden. Ziel ist es, im Ergebnis des fachlichen Austausches mit den Expertinnen und Experten Hinweise abzuleiten, wie private Investitionen in Fördergebieten besser angeregt und Hemmnisse überwunden werden können.

Bei Rückfragen zur Veranstaltung wenden Sie sich bitte per E-Mail an ed.gr1765541952ubned1765541952narb-1765541952msbb@1765541952ellet1765541952srefs1765541952narts1765541952ednub1765541952

Bundestransferstelle Wachstum und nachhaltige Erneuerung
im Auftrag des Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB)
und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)